Wo der Trail endet – wo der Bach beginnt

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GoreTex-Membran, Du bist mein Freund

Es ist Samstagmorgen und ich habe einen längeren Lauf auf dem Programm. Mein Ziel ist der Gempen, sozusagen mein Hausberg. Erreichen werde ich den Gempen von Muttenz aus über eine Mischung aus Waldwegen und Trails. Mit etwa 24 km und 785 Höhenmetern eine schöne Vorbereitung für mich, für meine Teilnahme am Muttenz-Marathon im April. Wenn es nur nicht regnen würde. Ach was, wenn es nur nicht geregnet hätte – die letzten Tage. Egal, dafür habe ich Schuhe mit GoreTex-Membran und Gamaschen, um den Dreck aus den Schuhen zu halten. Los gehts.

Der Regen hat aus dem Trail einen Bach gemacht

Matschiger TrailLaufrucksack gepackt, Musik auf die Ohren, Schuhe geschnürt und ich laufe los. Die Waldwege sind OK, es hat viele Pfützen, aber das macht ja nichts. Auf dem ersten Trailstück macht sich der mehrtägige Regen dann doch deutlicher bemerkbar. Trotz des ausgeprägten Stollenprofils ist es rutschig und es ist nicht immer ganz leicht die Der Trail wird zum Bachrichtige Traktion auf den Matsch zu bekommen.

Doch nach etwa 5 km im Wald wandelt sich der Trail mehr und mehr zu einem Bach. Ich springe nicht mehr von Pfütze zu Pfütze, ich laufe tatsächlich einen kleinen Bach hinauf. Ok, das hört sich jetzt dramatischer an als es tatsächlich war und wenn ich mir im Nachhinein die Bilder ansehe, frage ich mich auch, warum ich nasse Waden hatte.

Egal, ich kann nur jeden auffordern mal wieder „das Kind rauszulassen“ und im Schlamm zu spielen – oder zu laufen.

Nach dem ersten Anstieg oberhalb von Muttenz dann ein kurzer Blick zurück … die Wolkenfetzen ziehen durch die Hügel. Coole Stimmung am Samstagvormittag um 09:34.

Blick in Richtung Muttenz, Rhein, mit dem Schwarzwald im Hintergrund

 

Schnee in den Hügeln

In den Schneereste am Trailrandhöheren Lagen liegen noch Schneereste. Fürs Auge ist das schön, die Traktion wird dadurch nur keinen Deut besser. Aber von hier ist es nicht mehr weit bis zu meinem Ziel. Immerhin, heute habe ich den ganzen Trail für mich alleine. Offensichtlich haben sich die üblichen Verdächtigen noch nicht ins nass-kalte Sportvergnügen gewagt. Weder treffe ich andere Läufer, noch Mountainbiker, noch Wanderer.

Der Aussichtsturm am GempenNach den ersten 12 km habe ich mein Ziel erreicht. Der Gempenturm. Auch hier, wie schon unterwegs, kein Mensch. Irgendwie klar. Erstens regnet es, der Regen geht hier oben in Schnee über und von der üblichen schönen Aussicht ist ebenfalls nur ein wolkenverhangenes Panorama übrig.

Gegen witterungsbedingte Depressionen sollen ja Kohlenhydrate gut sein – hab ich mal gehört. Ich esse einen Riegel, versuche noch einen Schnappschuss vom Panorama zu ergattern und mache mich auf den Rückweg, bevor ich zur Gänze durchnässt bin.

Blick vom Gempen

Zurück vor der Haustür mach ich noch schnell ein Foto von meinen Schuhen und den Gamaschen. Das Bild habe ich als einleitendes Beitragsbild ausgewählt. Der Rest von mir sieht auch nicht wirklich viel besser aus. Aber es hat Spass gemacht und ich kann nur wieder mal feststellen: Wenn das Wetter versucht sich mit meinem inneren Schweinehund zu verbünden und den Eindruck vermittelt, es sei kein geeignetes Wetter fürs Laufen, dann ziehe ich mich entsprechend an und laufe erst recht.

Viel Spass allen bei diesem Wetter.

Crazy

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