Tag-Archiv: Ultra-Marathon

Das kann doch nicht gesund sein, soviel Rennerei … So, oder so ähnlich hört sich immer mal wieder die Reaktion an, wenn Freunde oder Bekannte hören, was ich so mache. Für einige ist ein Marathon schon übertrieben, für andere sind Events über Ultra-Distanzen zumindest gesundheitlich fragwürdig, wenn nicht sogar grundweg schädlich. Und dann ein Wochenpensum, dass regelmässig 60, 70 Trainingskilometer übersteigt? Das muss doch zwangsläufig zu gesundheitlichen Problemen führen. Wer morgens gleich 10, 15 oder gar über 20 Kilometer rennt, kann doch nur noch kaputt und in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt bei der Arbeit rumhängen. Meine persönliche Erfahrung sieht da ganz anders aus. Ich fühle mich fitter, leistungsfähiger und nehme an, dass ich seltener Krank bin, als früher zu Zeiten ohne die intensiven sportlichen Belastungen. Aber stimmt das auch? Und wenn es für mich stimmt, ist diese Erfahrung übertragbar? Auf meiner Suche nach Antworten bin ich auf die ULTRA-Study gestossen. Die…

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Mein erster 80er – Gefinished unter 12 Stunden Der Swiss Alps Endurance Run 2017 ist der erste Ultra-Marathon mit 80 km Distanz, den ich absolviert habe. Dabei bin ich glücklich, die Strecke mit ca. 2’900 positiven Höhenmetern in weniger als 12 Stunden zurückgelegt zu haben. Genauer gesagt in 11:53:25, was im Gesamtfeld von 50 gemeldeten Läufern und 39 Finishern für Platz 11 reichte. Um dieses Ergebnis in Perspektive zu setzen: Der 1. Platz ging an einen Läufer mit nur 9:11:20. Am anderen Ende des Spektrums stehen bei den Plätzen 37, 38 und 39 über 16 Stunden auf der Uhr, was eigentlich bereits jenseits der vorgegebenen Cut-Off-Time ist. Allerdings zeichnet dieses Rennen ein sehr familiäres Umfeld aus und damit ist es auch einfach zu erklären, dass das Organisationsteam auch die Läufer mit einer Medaille belohnt, die diese Cut-Offs um 10 oder 15 Minuten gerissen haben. Angesichts der Strapazen, die wir Läufer…

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Mal in der Nacht laufen ist sicher ein Erfahrung Klar, wer Ultradistanzen läuft ist früher oder später damit konfrontiert in der Nacht zu laufen. Bis jetzt musste ich mich dieser Herausforderung noch nie stellen, mal abgesehen von sehr frühen oder späten Trainingseinheiten im Winter. Aber das waren dann eben Trainingseinheiten mit Distanzen von vielleicht maximal 25 km im Dunkeln. Als ich mir die Bieler Lauftage genauer angesehen habe, haben mich zwei Punkte angesprochen: 1. Das Datum passt bei mir perfekt in den Trainingsplan und 2. es wird ein Nacht-Ultramarathon angeboten, der über die Distanz von 56 km geht und um 22:00 in Biel startet. Die Strecke führt über Strassen und Wege mit ca. 480 Höhenmeter (eigene Messung mit Polar V800) nach Kirchberg. Die Strecke sollte für mich kein Problem bereiten, aber wie reagiert mein Organismus auf einen Lauf in der Nacht? Das ist sicher mal eine Erfahrung wert. Also habe…

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56 km – 2’500 Höhenmeter – 07:50 Laufen Wie ich in meiner Trainingsplanung geschrieben habe, sollte The Crux mein erstes Ultra-Highlight für 2017 und damit eine Standortbestimmung werden – Wie komme ich über die Distanz und wie packe ich die Höhenmeter? Mit 07:50 kann ich nun sagen, es klappt ganz passabel und mein Trainingsplan hat mich auch auf dieses Event ganz ordentlich vorbereitet. The Crux ist kein echter Wettkampf sondern ein Treffen von Läufern, die mehr oder weniger gemeinsam die Strecke von Kollbrunn bei Winterthur bis nach Schmerikon am äussersten Zipfel des Zürichsees bewältigen wollen. Es gibt keine Organisation, die über den gemeinsamen Start und den Transport von Gepäck zum Zielort hinausgeht. Nicht die übliche Markierung, keine Verpflegungsposten, keine Helfer auf dem Weg. Die komplette Strecke wird in absoluter Autonomie zurückgelegt. Das bedeutet auch, dass ein Fehler in der Planung sich womöglich schmerzlich auf der Strecke bemerkbar machen wird. 56 km…

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Platz 8 beim Arosa Trailrun über 53 km Am Samstag, den 10. September 2016 habe ich den AT46 beim Arosa Ultratrail mit dem 8. Platz in meiner Alterskategorie (von 15), bzw. Platz 31 in der Gesamtplatzierung (von 53), beendet. Mit 9:49 konnte ich zwar meinen Ambitionen unter 8 Stunden zu bleiben nicht gerecht werden, kann aber sagen, dass ich an diesem Samstag sehr viel gelernt habe. Arosa Trailrun 2016 – für mich eine sehr lehrreiche Aktion Nach meinem ersten richtigen Ultraberglauf im Juli am Eiger (E51) bin ich sehr euphorisch nach Hause gekommen und habe mich noch am selben Wochenende für drei weitere Bergtrails in 2016 angemeldet. Einer davon ist der Trailrun in Arosa über eine Strecke von etwa 53 km und 3’400 Höhenmetern (warum der Veranstalter diesen Lauf als AT46 bezeichnet, konnte ich nicht herausfinden). Leider hat sich dann bald in der Woche nach dem E51 eine Plantar Fasciitis eingestellt, die eine…

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Platz 26 beim Eiger Ultra Trail über 51 km     Am Samstag, den 16. Juli 2016 habe ich den E51 beim Eiger Ultra Trail mit dem 26. Platz in meiner Alterskategorie beendet. Mit 7:43 konnte ich meine Zielzeit von 10 Stunden deutlich unterbieten und mich glücklich schätzen, meinen ersten Ultra Marathon auf einer anspruchsvollen Strecke geschafft zu haben. Aber gehen wir nochmal ein Stück zurück …   Der Spleen eines End-Vierzigers Vor etwa drei Wochen, kurz vor dem Start meines Vorbereitungslaufs am Aletsch-Gletscher, fragte mich meine Frau Judith, ob ich nervös sei … ich war es nicht. Ich hatte mich gut vorbereitet und die Strecke war mir bekannt. In Trainingsläufen bin ich die Originalstrecke abgelaufen und wusste daher sehr genau, wie der ganze Lauf einzuschätzen war und, vielleicht das Wichtigste, dass ich die Strecke in der von mir angepeilten Zielzeit erfolgreich schaffen kann. Und jetzt ist es soweit. Mit dem Startschuss zum…

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