Swiss Alps 100 Endurance Run 2018 – Rennabbruch wegen schlechter Witterung

Veröffentlicht in: Tales from the Trails | 1

Vom geplanten Highlight zur Enttäuschung

Eins der Highlights dieses Jahres sollte meine Teilnahme am SA100 im Wallis, am Samstag dem 01. September, werden. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt.

Bereits am Freitag zog Regen auf und es hat auch am Renntag vom Start um 06:00 morgens an geregnet. Zunächst nur leicht, aber dennoch kontinuierlich. Ein echtes Problem hat das Wetter für mich persönlich nicht dargestellt. In den Höhenlagen, wie z. B. auf dem Saflischpass, hat es sogar leicht geschneit und ein starker, böiger Wind hat die Wolkenfetzen und den Nebel durch die Berglandschaft getrieben. Dadurch war es extrem schwer, die Markierungen zu finden und auf dem Weg zu bleiben. Auch das stellte mich nicht vor eine besondere Herausforderung, da ich den gesamten Track auf meiner GPS-Uhr hatte und damit weitgehend von den Markierungen unabhängig war.

Nach etwas mehr als der Hälfte der geplanten Strecke von 100 km komme ich am Verpflegungsposten Binntal an, wo mein Dropbag mit frischen und warmen Kleidern und Schuhen auf mich wartete. Meine Planung ging voll auf und ich war bestens gelaunt, als ich mit trockenen Sachen weiterlaufe.

Etwa gegen 18:30 und nach 73 km sowie ca. 4’500 Höhenmeter (von gesamt 100 km und 5’500 Höhenmetern) erfahre ich, dass das Rennen aufgrund der Witterungsbedingungen abgebrochen wird und alle Läufer evakuiert werden. Der Wind hat die Markierungen verweht, Läufer haben sich verlaufen und wurden zum Teil bereits mit Unterkühlungen von der Sanität geborgen. Daher ist die Entscheidung der Rennleitung zweifelsfrei richtig gewesen. Ärgerlich ist der Umstand für mich persönlich aber dennoch.

Die Gruppe von 5 Läufern, in der ich zu diesem Zeitpunkt unterwegs war, ist sich einig, dass wir die verbleibenden 27 km sicher vor Mitternacht und damit 6 Stunden vor der angegebenen Cut Off Time, geschafft hätten. Sehr schade. Sicherlich wäre ich in der Lage gewesen, die 100 km und 5’500 Höhenmeter in etwas unter 18 Stunden zu laufen, was für mich eine hervorragende Leistung darstellen würde. Allein der Beweis, dass ich das tatsächlich schaffe, steht noch aus.

Aber auch das bedeutet Ultra-Marathon. Die Enttäuschung geht vorbei und ich werde mich nach drei Wochen Erholung in den Ferien auf die kommende Laufsaison konzentrieren.

  1. Jakob Herrmann

    Wir freuen uns schon sehr auf dich! Letztes Jahr hast du den 80er erfolgreich abgeschlossen. Und dieses Jahr wirst du den 100KM geniessen. Bis bald!

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