Muttenz-Marathon 2016

Veröffentlicht in: Tales from the Trails | 0

Ziel erreicht: 3:53 h für den Muttenz-Marathon

Froh kann ich sagen: Mein Trainingsplan hat gepasst und die Renntaktik ist aufgegangen. Mein persönliches Ziel, den Muttenz-Marathon unter 4 Stunden zu laufen, konnte ich erreichen. Damit ist ein wesentliches Zwischenziel meiner Planung für 2016 erreicht. Hurra, die nächsten Rennen können kommen, zunächst der Aletsch-Halbmarathon als weitere Vorbereitung und dann der E51 vom Eiger Ultra-Trail als mein Top-Event 2016.

Dank an die Organisatoren

Plausch vorm StartDass ich mein Ziel erreichen konnte, verdanke ich auch den Organisatoren des Muttenz-Marathons. An vier Sonntagen vor dem Lauf hiess es: Sunday is Runday. In kleinen Gruppen konnten die Teilnehmer auf verschiedenen Streckenabschnitten der Marathonstrecke mit den „alten Hasen“ trainieren und so die Strecke kennenlernen. Das ist auch gut so, denn der Muttenz-Marathon ist kein gewöhnlicher Stadtlauf. Die Gesamtstrecke teilt sich auf drei Schlaufen von 17 km, 12 km und 13 km Länge auf. Dabei sind ca. 770 Höhenmeter (eigene Messung mit Polar V800) zu überwinden, davon etwa 50 auf der 1. Schlaufe (17 km).

Ein weiterer Effekt von Sunday is Runday ist, dass man sich kennenlernt. Mit etwa 200 Teilnehmern ist der Muttenz-Marathon sowieso schon sehr familiär. Durch das gemeinsame Training an den Sonntagen davor, hat man die Möglichkeit diese Familie kennenzulernen und mit Gleichgesinnten zu laufen. Man verabredet sich zum gemeinsamen Training und dass ich schlussendlich die Strecke so gut überstanden habe, verdanke ich Michi, der das ganze organisiert hat und auch Urs und Attila, mit denen ich gemeinsam die Strecke erkunden konnte.

Muttenz-Marathon – Landschaftslauf mit interessanter Topographie

Durch den Hafen am RheinWie schon erwähnt, ist der Muttenz-Marathon nicht mit einem x-beliebigen City-Marathon vergleichbar. Die Organisatoren haben es geschafft einen Lauf zu kreieren, der mit seinen drei Schlaufen ganz unterschiedliche Seiten der Gegend zeigt.

Die erste Schlaufe führt mit ihren 17 km über eine beinahe komplett flache Strecke vom Dorfkern (Start und Ziel ist an der Dorfkirche von Muttenz) zur Birs, dann am Rhein entlang durch das Hafen-/Industriegebiet nach Pratteln und von dort unterhalb des Wartenbergs zurück zum Dorfkern in Muttenz. Der Blick auf die Ruine Wartenberg lässt einen erahnen, was noch kommen soll. Runde 3 und Kilometer 40 werfen hier schon ihre Schatten voraus. Für die Starter in der Kategorie M17 endet aber auch schon der Lauf, für alle anderen geht es weiter, besser gesagt, jetzt geht es erst wirklich los.

Die zweite Schlaufe geht dann von Kilometer 17 auf ca. 305 m üNN bis zu Kilometer 21 auf ca. 620 m üNN hinauf. Das sind zwar nicht mal ganze 8 % Steigung, aber wenn man bereits 17 km in den Beinen hat, dann ist das schon anstrengend. Hier, beim Restaurant Schönmatt angekommen, erwartet die Läufer dann die Bergpreiswertung. Immerhin, von hier geht es nun bis Kilometer 30 wieder hinunter durch den Wald zurück nach Muttenz und zur bereits bekannten Dorfkirche, wo das Rennen für die Kategorie M29 endet. Für M42 geht es weiter.

Anstieg bei Schlaufe 3Mit Kilometer 31 startet dann auch die dritte Schlaufe. Hier zeigt sich jetzt auch das Besondere an diesem Landschaftsmarathon: nach 30 km Strecke, der Bergpreiswertung und etwa 420 Höhenmetern verlangt diese letzte Schlaufe auf 13 km mit weiteren 350 Höhenmetern nochmal alles.

Das Highlight zum Abschluss bildet ein Anstieg von 425 m üNN auf 450 m üNN. Hört sich nicht besonders an. Ist es aber. Wir befinden uns dann nämlich bei Kilometer 40 und der Anstieg hat eine Strecke von nur 250 m – 10 % Steigung! Es geht hinauf zur Ruine Wartenberg, die wir am Ende von Schlaufe 1 aus der Ferne sehen konnten. Die Beine ächzen. Wer jetzt meint, nach einem kurzen Abstieg wäre es geschafft, wird eines besseren belehrt. Es folgt noch ein weiterer Anstieg, der wirklich die letzten mentalen und körperlichen Reserven fordert, bevor es auf den letzten, knapp 1.5 km, abwärts durch die Peripherie von Muttenz zum ersehnten Ziel bei der Dorfkirche geht.

42.125 km für ein Bier

Auf wackeligen Beinen geht es für mich die letzten Meter durchs Dorf, vorbei an einigen Zuschauern und dem ersehnten Ziel entgegen. Jetzt ein Bier. Ok, andere Menschen haben andere Hobbys und ob 42.125 km für ein Bier gerechtfertigt sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Mir hat es geschmeckt und ich freue mich schon auf den Muttenz-Marathon 2017, die Vorbereitung (Sunday is Runday) und die Leute, die ich treffen werde.

Und dann mit einer Zielzeit von unter 3:30 😉

Geschaft

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.