Les Courses du Mont-Terrible 2017

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Die zweite Austragung von Les Courses du Mont-Terrible

Am 23. April 2017 fand in Fontenais die zweite Austragung von Les Courses du Mont-Terrible statt. Das ist eine Rennveranstaltung im Jura, die es offensichtlich bereits mit zwei Durchführungen in die Herzen der regionalen Läufer geschafft hat. Sicher liegt das auch an der Auswahl an Läufen, bzw. Distanzen, zwischen denen man wählen kann und die für die meisten etwas bietet: 5.8 km, 9.1 km, 15.2 km, 23.5 km und in 2017 neu 36 km. Wenn ich die Startlisten richtig zusammenaddiert habe, sind es alles in allem etwas mehr als 1’000 Teilnehmer gewesen.

Für 35 CHF darf ich mich mit der Startnummer 38 auf Le Trail de Pietchiesson begeben, bekomme dafür noch ein nett bedrucktes Funktionshirt und eine Strecke, die, mit den vom Veranstalter ausgewiesenen 1’360 Höhenmetern, ziemlich interessant zu werden verspricht. Einzig der frühe Start um 08:00 gefällt mir nicht ganz so gut. Um von Muttenz nach Fontenais zu kommen, muss ich halt doch schon um 05:00 aufstehen – am Sonntag – um irgendwo durch den Wald zu rennen.

Le Trail de Pietchiesson – 36 km – 1’360 positive Höhenmeter

Neben der bereits erwähnten Streckenvielfalt und dem günstigen Startgeld fällt bereits bei der Ausgabe der Startunterlagen ein weiterer Pluspunkt auf: eine Organisation, die auf ausserordentliche Manpower zurückgreifen kann. Beim Briefing wird dann auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Strecken alle 250 – 400 m eine Markierung aufweisen werden. Alle möglichen Abzweigungen sind zusätzlich vom Organisationsteam mit Helfern besetzt, die darauf achten, dass sich niemand verläuft. Wer bei dieser Veranstaltung den Trail nicht findet, verläuft sich absichtlich, so mein Schluss.

Die Streckenführung von Le Trail de Pietchiesson *

Der Startschuss fällt nahezu pünktlich und jagt das Teilnehmerfeld zunächst über eine Viehweide den Hügel hinauf. Damit werden gleich am Anfang deutliche Akzente gesetzt: 1. hier werden Höhenmeter gemacht und 2. wir sind auf einem Trailevent, nicht bei einem Citylauf. Genau deswegen bin ich ja hier ;-). Die Strecke verläuft über schönes Juragelände durch den Wald bei Fontenais.

Die drei Verpflegungsstationen erscheinen vielleicht wenig, sind aber für den Charakter dieser Veranstaltung (semiautonomer Traillauf) durchaus ausreichend und gut bestückt. Das kühle Wetter kommt mir einerseits entgegen, andererseits verhängen die Wolken in diesem Jahr leider die Sicht, die laut Veranstalter sehr schön sein soll. Ich glaub ihm mal, dass da was zu sehen wäre und laufe weiter.

Das Höhenprofil*

Aussicht verspricht das Höhenprofil von einigen Punkten der Strecke. immer wieder geht es nach kurzen Bergabpassagen in einen Anstieg.

Wie schon so oft bei vergleichbaren Läufen, komme ich bei den technischen Abstiegen an meine Grenzen und frage mich, wie andere den Mumm finden, an solchen Stellen in halsbrecherischem Tempo an mir vorbeizugaloppieren. Aber bei der nächsten Steigung habe ich die meisten dieser Sprinter wieder.

Steile Anstiege im Wald machen den Reiz dieser Veranstaltung aus

Und Steigungen hat es hier satt. Einige, so mein Gefühl, quer durch den Wald und senkrecht den Hügel hinauf. An Rennen ist hier nicht mehr zu denken, wenn, dann kann man an einigen Stellen ggf. auf allen Vieren zügig krabbeln. Damit geht dann allerdings auch meine Planung bachab, denn eigentlich hatte ich mir vorgenommen, diesen Lauf mit weniger als 03:30 zu beenden. Solche Zeiten sind zwar offensichtlich möglich, aber nicht für mich (die beiden schnellsten Zeiten sind 02:57 und 02:59, mit 03:30 wäre ich dieses Jahr auf Platz 14 meiner Altersklasse). Da muss ich wohl noch dran arbeiten …

Am Ende laufe ich mit 03:39:06 auf Platz 22

Irgendwann wird mir klar, dass es nur noch 3 bis 4 Kilometer bis zum Ziel sind. Da ich noch Energiereserven habe, ziehe ich das Tempo etwas an. Unterstütz werde ich dabei durch die Tatsache, dass auf den letzten Kilometern die Läufer aller Distanzen, die nach Länge der Distanz gestaffelt gestartet sind, wieder zusammenkommen. Damit habe ich vergleichsweise frische und schnelle Läufer aus den kürzeren Läufen vor mir, die mich mitziehen. Ebenfalls ein Hinweis auf die gute und durchdachte Organisation dieses Events.

Am Schluss geht es den gleichen Viehacker zurück, den wir gleich am Start erklommen haben, und ich kann nochmal alles raus lassen. Am Ende komme ich mit knapp 3 Stunden und 40 Minuten ins Ziel. Zwar nicht ganz dort, wo ich mit der Zeit sein wollte, aber dennoch zufrieden mit meiner Leistung.

Schlussspurt kurz vorm Ziel

Mein Fazit

Les Courses du Mont-Terrible ist ein sehr gut organisiertes Event mit einem super Trail über 36 km. Le Trail de Pietchiesson war für mich ein perfekter Trainingslauf, den ich in künftigen Jahren gerne wieder in meine Planung einbauen werde.

 

*) Bilder von der Homepage Les Courses du Mont-Terrible

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