Leimentaler Langstreckenlauf 2017

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15 km in 1:05:33 beim Leimentaler 2017

Das Wochenende vom 18. Februar markiert das Ende einer harten Trainingswoche mit über 100 km Lauftraining. 15 davon habe ich beim 38. Leimentaler Langstreckenlauf gemacht. Den Lauf habe ich in mein Training eingebaut, um mal unter Wettkampfbedingungen so richtig Gas zu geben. Mein Training in diesem Jahr bis hierher bestand ausschliesslich aus langsamen Läufen für die Grundlagenausdauer. Da verliert man schon mal das Gefühl für die Geschwindigkeit. Da ich für die Ultras nicht superschnell sein muss, war mein Ziel entsprechend moderat: unter 1:15 sollte es werden, also etwas unter 12 km/h bzw. 5 min/km. Es wurde dann doch schneller und ich bin in meiner Altersklasse in 1:05:33 auf den 29. Platz bei 84 Läufern gekommen – mit 13.7 km/h bzw. 4.32 min/km.

Mein erster 15 km Lauf

Alte Bekannte am Start
Alte Bekannte am Start

Grundsätzlich ist die Distanz für mich kein Problem und es ging mir, wie gesagt, darum, dass ich mal etwas Gas gebe. Also bin ich gegen Mittag ins Leimental nach Oberwil gefahren, was für mich ca. 30 min von der Haustür bis zur Startnummernausgabe bedeutet. Obwohl ich etwas zu früh war, wurde die Zeit bis zum Start nicht zu lang, da ich netterweise Bekannte aus der Laufszene getroffen habe. Attila und seine Schwester Patricia, die auch die schönen Bilder gemacht hat.

Nach einem kurzen Plausch über Training und die Laufpläne für die kommenden Monate reihen wir uns im Mittelfeld des Starterpulks ein und warten auf den Startschuss. Da dies mein erster Lauf über diese Distanz ist, bin ich mir nicht sicher, wie gut ich meine eigene Zeitvorgabe einhalten kann. Andererseits bin ich mir sicher, dass mein Ziel nicht zu hoch gesteckt ist und auch die 15 km stellen grundsätzlich keine besondere Herausforderung für mich da. Das Streckenprofil ist etwas „gewellt“, was mir entgegenkommt. Die sanften Steigungen liegen mir.

Höhenprofil des Leimentaler Laufs: ca. 260 Höhenmeter
Höhenprofil des Leimentaler Laufs: ca. 260 Höhenmeter

15 km Fun

Der Startschuss ist gefallen
Der Startschuss ist gefallen

Das Wetter war perfekt. Sonnenschein, dem Februar entsprechend kühl, aber durch die Sonne trotzdem angenehm.

Nach dem Startschuss verliere ich Attila leider bald aus den Augen. Im Gedränge ist es schwierig den eigenen Rhythmus zu finden und dabei nicht anderen in die Hacken zu laufen. Nach etwa einem Kilometer entscheide ich mich das Tempo so gut es geht etwas zu erhöhen, um mich aus dem Pulk zu befreien. Bald kommt hier der erste Anstieg, der das Läuferfeld auseinanderzieht und mir dadurch den Raum gib mein Tempo zu laufen. Und das kann ich an der Steigung tatsächlich weiter erhöhen und dadurch etliche Läufer hinter mir lassen.

Jetzt beginnt der Lauf auch richtig Spass zu machen. Dadurch, dass ich immer wechselnde Läufer vor mir habe, kann ich immer wieder jemanden überholen. Das ist prima und stärkt die Psyche. An jeder weiteren Steigung wiederholt sich für mich das Spiel: im Vorfeld des Anstiegs an die Läufer herantasten und dann in der Steigung überholen. Mein Training bis hierher hat mich in eine gute Verfassung gebracht und auch ohne Geschwindigkeitstraining bin ich in der Lage hier eine für mich hervorragende Zeit zu laufen.

Tatsächlich fühle ich mich am Ende noch so fit, dass ich auf den letzten 400 m das Tempo nochmal anziehen kann und vor dem Ziel weitere Läufer überhole. Das war ein super Tag mit einem super Lauf für mich.

Zieleinlauf nach knapp 1:06 und 15 km
Zieleinlauf nach knapp 1:06 und 15 km

 

Danke an den Turnverein Oberwil für die Organisation und die unzähligen Helfer, die uns Läufer sicher über die vielen Kreuzungen und Strassen gebracht haben.

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