Der erste Test im Triathlon – Rheinfelden 2018

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Triathlon Rheinfelden – Olympische Distanz

Am 06. Mai 2018 war es endlich soweit. Ich starte bei meinem ersten Triathlon. Laut meinem Plan für das Jahr 2018 ist es der erste in einer Reihe von drei Starts, die ich mir vorgenommen hatte. Mit der Olympischen Distanz in Rheinfelden habe ich einen Event ausgewählt, der nah bei mir daheim ist und mit 700 m Schwimmen, 43 km Radfahren und 11 km Laufen überschaubar ist. Es geht nicht um Zeit, sondern darum tatsächlich mal den Wechsel von Teildisziplin zu Teildisziplin durchzumachen und dabei Erfahrung zu sammeln.

Am Ende belege ich den 90. Platz in der Gesamtwertung von 162 Startern mit einer Zeit von 2:33:02. In der Altersklasse reicht das sogar für Platz 8 (von 20 Startern).

Einchecken und Einschwimmen

Fertig für den Check In
Fertig für den Check In

Morgens um 6:00 geht es bei mir daheim los. Das Rennrad auf dem Bulli huckepack geht es nach Rheinfelden, wo ich zusammen mit einer Vereinskollegin gegen 6:45 am Europastadion ankomme. Ab 07:00 können wir uns registrieren, die Startunterlagen abholen und alles für den Check In vorbereiten.

Grundsätzlich ist diese Vorbereitung für den Check In kein Hexenwerk, ich bin aber dennoch froh, Vereinskollegen (Wildcats) zu treffen, die mir helfen, alles richtig zu machen. Schnell sind die Aufkleber mit den Startnummern am Rad und Helm befestigt und die BIB-Nummer am Stratnummernband fixiert. Dann geht es zum Check In und damit in die Wechselzone. Da ich recht früh dran bin geht alles ohne grosse Wartezeiten ab.

So gegen 09:30 beschliesse ich mich mal langsam umzuziehen. Starten werde ich im Triathlon-Einteiler. Der Schwimmkurs wird im Freibad Rheinfelden absolviert, das gerade Anfang Mai seine Pforten geöffnet hat. Entsprechend kühl ist das Wasser und so ziemlich alle starten im Neoprenanzug, den ich ohnehin hier testen möchte. Also reingezwängt und ab zum Einschwimmen.

Schwimmen und der 1. Wechsel

Blick auf die Wechselzone
Blick auf die Wechselzone

Um 10:00 startet der Wettkampf. Die Starter sind angehalten, sich entsprechend ihrer 1’000 Meter Schwimmzeiten bestimmten Gruppen zuzuordnen, damit unnötige Überholmanöver auf dem Zickzackkurs im Becken weitgehend reduziert werden. Warum der Veranstalter bei einer Schwimmstrecke von 700 Meter nicht die erwartete Zielzeit, sondern die 1’000 Meter Schwimmzeit abfragt bleibt sein Geheimnis. Auf jeden Fall hat dieser Umstand bei etlichen für Verwirrung gesorgt. Egal, alle 5 Sekunden geht der nächste Athlet ins Wasser und dann bin auch ich an der Reihe. Getragen von meinem Neo pflüge ich durchs Wasser und muss bald begreifen, dass mit der Sortierung nicht alles so geklappt hat, wie es sich der Veranstalter gedacht hatte. Bereits auf der zweiten Bahn überhole ich einen langsameren Schwimmer. So gehen die 700 m für mich in ganz passablen 0:11:01 vorbei.

Aus dem Wasser raus und ab in die Wechselzone zum Rad. Hier ist ein bisschen Strecke zurückzulegen. Beim Rad angekommen fliegt der Neo ins Gras und ich schlüpfe in die bereitgelegten Radschuh, Handschuhe und, ganz wichtig, setze den Helm auf und lege die BIB-Nummer an. Ab gehts zum Ausgang der Wechselzone und auf die Radstrecke.

Radfahren und der 2. Wechsel

Streckenprofil der Radstrecke
Streckenprofil der Radstrecke (einfache Runde)

Nach 0:04:35 verlasse ich die Wechselzone und sitze auf meinem Look 765, einem klassischen Strassenrennrad.

Die Radstrecke ist ein Rundkurs von etwa 22 km und 300 Höhenmetern, der zweimal durchfahren wird. Dabei wird man gleich bei Kilometer 2.5 mit einem bissigen Anstieg konfrontiert. Kleinster Gang und ab gehts … tatsächlich merke und sehe ich hier die Vorteile meines Strassenrenners. Ein grosser Teil der Fahrer mit Zeitfahrmaschienen quält sich mit wenig geeigneten Übersetzungen ab – bis zum Absteigen und Schieben!

Mich betrifft das nicht, ich muss zwar kämpfen, kann aber mit der kleinsten Übersetzung den Anstieg bewältigen. Auch bei dem Anstieg von Kilometer 8 bis 12.5 scheint mir mein Renner die geeignetere Wahl zu sein, wenn ich sehe, wie sich andere quälen. Dafür werde ich dann bei den Abfahrten durchgereicht und die Fahrer auf ihren Zeitfahrmaschienen fliegen mit ihren grossen Gängen an mir vorbei. Da reift in mir die Einsicht, dass so eine Aeroposition vielleicht doch ganz sinnvoll sein kann.

Am Ende komme ich mit einem Radsplit von 01:24:42 zurück in die Wechselzone, wo ich mein Rad zurück hänge und die Radschuhe gegen Laufschuhe tausche. Los gehts auf die Laufstrecke – ähhh, wo ist hier eigentlich der Ausgang. In meiner Unerfahrenheit habe ich nicht daran gedacht mir die Wechselzone und die Ein- und Ausgänge vor dem Wettkampf genau anzusehen. So kommt es, dass ich mit 0:01:53 etwas Zeit vertue, bevor ich auf die Laufstrecke finde.

Laufen und das Ziel

Die Laufstrecke führt über einen 5.5 km langen, flachen Rundkurs, der zweimal durchlaufen wird. Kein Problem für einen Ultraläufer wie mich – denke ich. Die erste Runde schaffe ich noch eine 5er Pace (12 km/h) zu halten, merke dann aber, dass mir der Saft ausgeht und nur mit Mühe kann ich gegen Ende noch eine 6er Pace (10 km/h) halten. Während das Tempo immer weiter gen Süden geht, merke ich wie mein Puls weiter und weiter steigt. Ich bin ausgepowert.

Am Ende erreiche ich das Ziel mit einem Laufsplit von 0:50:34. Das hätte besser sein müssen.

Fazit

Nach 2:33:02 erreiche ich das Ziel. Zum Erfahrung sammeln bin ich angetreten und Erfahrungen habe ich gesammelt. Ob der Triathlon in Rheinfelden mit der doch recht anspruchsvollen Radstrecke ein geeigneter Anfängerkurs ist weiss ich nicht, vermutlich nicht. Spass hat es, mal abgesehen von der zweiten Laufrunde, allemal gemacht. Es gibt auf der Radstrecke keine Verpflegung. Das hatte ich nicht bedacht und war nicht richtig vorbereitet. Eine Flasche Wasser, die ich am Rad mit hatte, hat jedenfalls nicht gereicht, um den Hammer beim Laufen zu vermeiden. Ich brauche ein besseres Verpflegungskonzept für solche Anlässe und muss mich mit den Verpflegungsposten an der Strecke vertraut machen.

Und ich will einen Aeroaufsatz für mein Rennrad. Bei meinem nächsten Triathlon in Rapperswill, (IRONMAN 70.3 Switzerland) werde ich mit Aeroaufsatz starten und genau wissen, wann ich wo was zu Essen bekomme.

 

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