Aletsch-Halbmarathon 2016

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Platz 64 beim Aletsch-Halbmarathon

AHMAm 26. Juni 2016 habe ich den Aletsch-Halbmarathon mit dem 64. Platz in der Kategorie M45 beendet.

Mit 2:39 bin ich zwar unter meiner ambitionierten Zielzeit von < 2:30 geblieben, aber froh bin ich trotzdem. Damit ist mein zweiter wichtiger Testlauf für dieses Jahr abgeschlossen und es bleiben noch drei Wochen Vorbereitungszeit für mein Hauptevent in diesem Jahr: der Eiger Ultra Trail.

 

Die gute Organisation des Aletsch-Halbmarathon ist mein Nachteil

Start des letzten Blocks beim Aletsch-Halbmarathon 2016
Start des letzten Blocks beim Aletsch-Halbmarathon 2016

 

Das OK des Aletsch-Halbmarathons hat eine schwierige Aufgabe: wie bekomme ich über 2’500 Starter über den Wanderweg von Bettmeralp zur Riederfurka, gefolgt von einem schmalen Trail ums Riederhorn herum und dann auf dem Gradweg zum Bettmerhorn? Die Läufer werden in sieben Blöcke gruppiert und starten mit 5 min Abstand. Leider bin ich ein absolut unbeschriebenes Blatt und da meine läuferischen Fähigkeiten nicht einschätzbar sind, lande ich im letzten Startblock. Motivierend für mich ist die Tatsache, dass ich vom Start weg dabei bin, Leute zu überholen. Der Nachteil liegt aber genau darin. Ich muss mich den ganzen Lauf über mit langsameren Läufern vor mir auseinandersetzen.

 

Bei km 3 kommt es zur ersten Steigung

Bereits nach drei Kilometern kommt es hinter Bettmeralp zur ersten Steigung und ich schliesse zu den langsameren Läufern des vorherigen Startblocks auf. Zu meinem Glück sind das nicht mehr viele an dieser Stelle und ich kann mich gut an der Steigung behaupten. Leider folgt dann bereits ein schmaleres Stück Wanderweg und auf dem Weg zum Bettmersee hat sich bereits eine Kolonne gebildet.

 

km 9 und der Anstieg zur Riederfurka

So gut es geht kämpfe ich mich an der Kolonne vorbei und erreiche die erste tatsächlich nennenswerte Steigung: der Anstieg zur Riederfurka. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Auf nicht ganz einem Kilometer werden ca. 200 Meter Höhe gewonnen. Auch hier zeigt mein Training den gewünschten Erfolg und ich kann etliche Läufer hinter mir lassen.

 

Der lange Treck ums Riederhorn

Auf der Riederfurka angekommen wird schnell klar: es ist egal, wieviel Läufer ich bisher überholt habe, es sind noch etliche vor mir und diese Kolonne schiebt sich jetzt auf schmalem Grad und bei mittelmässiger Sicht aufgrund von Nebel, ums Riederhorn. Die etwa 4 Kilometer ums Horn laufe ich im Training schonmal unter 20 Minuten. Heute sollte ich fast doppelt so lang benötigen, was meine Geduld schwer auf die Probe stellt. Aber ich kann das auch positiv sehen. Durch die gemächliche Gangart komme ich gut erholt hinter dem Riederhorn hervor und kann mich ins Getümmel auf dem Gradweg zum Bettmerhorn stürzen.

Die Top-Athleten aus dem ersten Startblock haben zu dieser Zeit das Rennen schon (zumindest fast) beendet.

 

Die letzten 6 km

Was nun folgt sind 3 km auf denen sich kurze knackige Anstiege mit ebenso kurzen flachen Stücken abwechseln. Leider bremsen mich auch hier die Kolonnen, die sich unweigerlich vor den Steigungen bilden, wieder aus. Ich erwische mich dabei, diese langsamen Passagen zu begrüssen denn hier merke ich langsam die Anstrengungen.

Schaut man sich den Plan der Verpflegungsposten an, fällt auf, dass es jeweils eine Verpflegungsstation bei den Kilometern 18, 19 und 20 hat. Auf diesen letzten 3 km fordert der Aletsch-Halbmarathon nochmal alles von den Läufern und nur die echten Top-Atlethen sind hier noch in der Lage zu laufen. Ich nicht. Und somit ziehe ich noch an ein paar ganz armen Schnaufern vorbei, reihe mich aber überwiegend in der Kolonne ein, die sich Meter um Meter dem Ziel entgegen schiebt.

Der letzte Anstieg zum Ziel
Der letzte Anstieg zum Ziel

 

Nach 2:39 ist der Lauf für mich dann vorbei. Die Top-Athleten sind da schon über eine Stunde fertig und andere wiederum sollen noch weitere 2 Stunden unterwegs sein.

 

Strahlender Finisher
Strahlender Finisher

 

Natürlich hoffe ich auch 2017 wieder dabei zu sein. Dann aber möglichst in einem der vorderen Startblöcke. Doch jetzt geht es erstmal in die heisse Phase für den Eiger Ultra Trail – noch drei Wochen.

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