Liestaler Stadtlauf – 12 km

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Durchs Stedtli – 12 km Tempolauf

Der 34. Liestaler Stadtlauf, oder auch Stedtlilauf, ist mit 12 km für mich jetzt eher eine Kurzdistanz. Auch in punkto Steigung ist dieser Lauf jetzt nicht die grosse Herausforderung, obwohl doch immerhin 238 Höhenmeter (eigene Messung mit Polar V800) zu überwinden sind.

Hier steht für mich der Spass mit den anderen am gemeinsamen Laufen im Vordergrund. Daneben fordern solche Rennen bei mir immer wieder eine Anpassung des Tempos nach oben und ziehen mich damit aus dem Trott der Bergläufe. Das wird eine schöne Abwechslung.

 

41 Starter im Team „Bachem“

Meine Teilnahme verdanke ich meinem Arbeitgeber, der die Startplätze und Laufshirts sponsert. Insgesamt ist die Bachem mit 41 Startern vertreten und macht entsprechend Stimmung. Wir platzieren uns an der Strecke in der Nähe zum Ziel und bald starten auch schon die Stedliläufer, die in 4 Runden ca. 6 km absolvieren. Jedesmal, wenn ein Bachemshirt vorbeikommt, bricht frenetischer Jubel aus und die Läufer werden lautstark angefeuert.

Dann ist es endlich soweit und kurz vor 19:00 machen wir uns für die 12 km lange Aussenstrecke mit ihren 2 Runden startklar. Ein paar Kollegen und ich stellen uns weit vorne im Feld auf – wir haben Ambitionen. Der Startschuss fällt und das Feld setzt sich in Bewegung. Für mich immer wieder erstaunlich, wie die Leute losstürmen, bei diesen Distanzen. Heute muss ich mich allerdings mitziehen lassen und mit fast 4er Pace geht es los. Dass das nicht mein Ding ist merke ich schon auf dem ersten Kilometer, das Tempo ist mir deutlich zu hoch und ich korrigier leicht nach unten. 4:30 min/km reichen mir auch noch.

Die erste Runde

Nachdem ich also mein Tempo gefunden habe, nähern wir uns auch schon dem Wendepunkt der ersten Runde. Allerdings gilt es vorher noch eine ganz passable Steigung zu überwinden. Kurz und knackig, hier fühle ich mich in meinem Element, kann mein Tempo hochhalten und einige andere Läufer hinter mir lassen. Hier schliesse ich auch wieder zu drei der vier Kollegen auf, die ich nach dem Start ziehen lassen musste.

So steil wie es hoch geht, geht es auch bald wieder runter und ich hämmere meine Füsse in den Waldweg. Keine Spur von meiner alten Bergabschwäche. Ein Schild signalisiert die 4 km Marke und nach 26:42 bin ich auch schon zurück im Zielbereich, bevor es auf die zweite Runde geht. Die Kollegen jubeln und die ganze Szenerie trägt einen förmlich durch die Gassen von Liestal.

Die zweite Runde

Auf der zweiten Runde führt der Weg die nun bekannte Strecke ins Oristal hinaus und mit dem nun angepassten Tempo fühlt sich das alles gar nicht mehr so schlimm an wie kurz nach dem Start. Von den drei Kollegen, die ich an der Steigung auf der ersten Runde wieder einsammeln konnte, sehe ich nur noch einen. Einen haben wir hinter uns gelassen, einer ist nach vorn geprescht. Zusammen treffen wir auf die bekannte Steigung und ziehen uns gegenseitig dem Wendepunkt der Runde entgegen.

Abwechselnd halten wir das Tempo hoch, bis wir wieder in Liestal sind. Meine Uhr sagt mir, dass wir noch etwa 1.5 km vor uns haben. Ziehen kann ich nicht mehr – der Kollege fordert mich noch einmal auf, mitzugehen, aber meine Beine können gerade noch das Tempo halten. An einen Schlussspurt ist für mich nicht zu denken. So benötige ich dann auch 28:31 für diese zweite Runde und komme mit 0:55:13 ins Ziel. In Anbetracht meines Trainingsstands eine gute Zeit, mit der ich zufrieden sein kann. Die durchschnittliche Pace von 4:44 macht mich allerdings nicht so recht glücklich, weiss ich doch vom Leimentaler Lauf, dass ich unter 4:30 laufen können sollte.

Mein Fazit

Es ist auch mal ganz schön in Gesellschaft an einem Lauf teilzunehmen und sich nicht über eine Ultradistanz quälen zu müssen. Als Leistungsdiagnose für meine Geschwindigkeit baue ich solche Läufe ohnehin gerne ein. Nach einem Monat Erholung von meinen beiden 80er Läufen im Juli bin ich mit meiner Leistung zufrieden, mein Potential konnte ich so allerdings nicht ausreizen.

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